Einleitung - Der Handschriftenkatalog der UB Graz

Als eine der ersten Handschriftensammlungen in Europa wollen wir unsere gedruckten Handschriftenkataloge (wie folgt) im Internet anbieten.
  • Anton Kern: Die Handschriften der Universitätsbibliothek Graz, Bd. 1: Leipzig 1942 (Ms. 1-712), Bd. 2: Wien 1956 (Ms. 713-2066)
  • Maria Mairold: Die Handschriften der Universitätsbibliothek Graz. Bd. 3: Wien 1967. Nachträge und Register (Einleitung, Geschichte der Grazer Universitätsbibliothek, die Jesuitenbibliothek einschließlich Millstatt, die Seitzer Bibliothek, die Seckauer Bibliothek, die Pettauer Bibliothek, die Neuberger Bibliothek, die St. Lambrechter und Mariazeller Bibliothek, die Bibliotheken der kleineren Klöster, die Handschriftenbeschreibung an der UB Graz, der Registerband und seine Benutzung)
  • Maria Mairold: Katalog der datierten Handschriften der Universitätsbibliothek Graz bis zum Jahre 1600. Katalog der datierten Handschriften in lateinischer Schrift in Österreich, Bd. VI. 1.2. Wien 1979)  

Dazu haben wir die 1942, 1956 und 1968 erschienen Bände von Anton Kern und Maria Mairold in mehrjähriger Arbeit eingescannt, formatiert und korrigiert. Die Literaturnachträge und Korrekturen des dritten Bandes wurden in die Katalogisate der beiden ersten eingearbeitet. Ebenso die Literaturdokumentation nach 1968, die zuerst von Maria Mairold handschriftlich fortgesetzt und seit dem Ende der achtziger Jahre als elektronische Datenbank geführt wurde. 

Der Registerteil des dritten Bandes wird vom Deutschen Bibliotheksinstitut in Berlin in die große Datenbank DBI-LINK : Handschriften des Mittelalters aufgenommen werden.  Detaillierte Register-Recherchen zu unserem Handschriftenbestand werden dann mit diesem Forschungsinstrument möglich sein. 

Die Migration aller Katalogdaten von unseren PC´s auf den Netz-Server der Universitätsbibliothek Graz wird sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmen, also seien sie bitte nicht ungehalten, wenn nicht sofort alle Katalogisate zur Verfügung stehen. Sie können auf die einzelnen Handschriftenbeschreibungen natürlich mit der jeweiligen Signatur aber auch mit einer Volltextsuche zugreifen. Wir empfehlen Ihnen, dabei zu bedenken, daß normierte Verfasser- und Titelansetzungen in älteren Handschriftenkatalogen nicht immer zu finden sind - also versuchen Sie es mit verschiedenen, eventuell auch trunkierten Suchbegriffen. 

Wir beabsichtigen, den digitalen Katalog stets nachzuführen, sobald zusätzliche Informationen vorliegen. Im Gegensatz zum gedruckten, statischen Katalog ist der digitale Katalog ein dynamisches Dokument - jedes Wort kann zu einem weiteren Dokument, zu einem weiteren Link ausgebaut werden. So werden wir sicher als nächsten Schritt den Spezialkatalog „Datierte Handschriften" von Maria Mairold samt seinem umfangreichen Bildteil in den digitalen Katalog einarbeiten. Die ständige inhaltliche Verbesserung und Ergänzung der digitalen Katalogisate werden den digitalen Handschriftenkatalog der Universitätsbibliothek Graz als lebendiges Instrument der Forschung und Wissenschaft ausweisen. 

Hans Zotter, hans.zotter@uni-graz.at, Jänner 1996